DIE DRITTE AUSSTELLUNG

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HAIKHO

«AQUARELL-KALLIGRAPHISCHE» ERZÄHLUNGEN

GESCHICHTE & KONZEPT
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Dolores Rupa arbeitet seit vielen Jahren als Image-Fotografin. Doch ihr Schaffen bewegt sich auf mehreren Ebenen: Als Kontrapunkt zur Fotografie findet sie Zeit, Ruhe und neue kreative Impulse in freischaffenden Kunst-Projekten. Diesmal richtet sich ihr Fokus auf Kalligrafie und Malerei.

Sie beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Dichten zeitgenössischer Haikus – vom japanischen ZEN inspirierte Kurzgedichte. Sie bewegen die Künstlerin zu einem ganzheitlichen Prozess – von der Dichtung hin zur bildlichen, sinnlichen Verarbeitung. Teils führt diese Bild-Suche durch Kalligraphie, teils durch Malerei. So entstand der Weg den sie heute geht – die „Aqualligraphie“: Eine Mischung aus wilder, freier, moderner Kalligraphie und Aquarell-Malerei. Es kommen zum Einsatz: Japanische Tuschen, selbst hergestellte Tinten, Pigmente, Aquarellfarben und manchmal Fundstücke aus der Natur. Ein Bild lebt von der absoluten Schlichtheit, ein anderes vom üppigem Material.

Die Kunstfertigkeit – aber auch der gestaltete Zufall, das Spielerische, Spontane, Intuitive führt die Hand in einem meditativen, sinnlichen Arbeitsprozess – ganz im Hier und Jetzt.
Zwischen Haiku und Wandern besteht eine natürliche Bezie­hung. Es ist die Gegenwart, in der man wandert. Es ist die Gegenwart, in der sich das Haiku ereignet. Die Füsse wandern, der Kopf ist frei. Da kann er die Welt wahrnehmen und sich mit Dichten beschäftigen.

Die Natur Graubündens, Landschaften, Lieblingsorte, Jahreszeiten, dazu kurze Momementaufnahmen des Alltags: Momenthafte Beobachtungen und Empfindungen sind sie die Inspirationsquelle für Dolores Rupas Haikus und der entstehenden Bilder. Eben ein „HAIKHO“ – ein Heimkommen zu sich und zur Heimat in sich selbst.
AKTUELL – NACHLESE
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Im Rahmen der Ausstellung in der Stadtgalerie Chur erschienen unter anderem zwei Presse-Berichte. In der Suedostschweiz sowie in der Herbstausgabe des Magazins kultchur. Zum Anschauen einfach Vorschau anklicken.

kultchur, Nummer 79, Herbst 2025

Suedostschweiz, 2. September 2025

WERKE DER AUSSTELLUNG
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  • Rasenmäher kracht
    Samstag gnadenlos dahin
    Über Blütenleichen.

  • Der See glüht lichtblau
    Silberwasser am schwarzen
    Badeanzug entlang.

  • Nebelsuppe, kalter Braten
    Und das Feiertagsgeschirr:
    Es war ein gefrässiges Jahr.

  • Seerosen im Spiegel
    Tote Blütenblätter treiben
    Auf der Dunkelheit.

  • In Schlieren fliesst
    Die ganze schöne Welt
    Am Fenster herunter.

  • Rasenmäher kracht
    Samstag gnadenlos dahin
    Über Blütenleichen.

  • Der See glüht lichtblau
    Silberwasser am schwarzen
    Badeanzug entlang.

  • Nebelsuppe, kalter Braten
    Und das Feiertagsgeschirr:
    Es war ein gefrässiges Jahr.

  • Seerosen im Spiegel
    Tote Blütenblätter treiben
    Auf der Dunkelheit.

  • In Schlieren fliesst
    Die ganze schöne Welt
    Am Fenster herunter.

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VERNISSAGE
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Vernissage in der Stadtgallerie Chur mit Gesangs-
performance von Martina Hug am 20. August 2025

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